In der Gesellschafterversammlung vom 18. April 2024 wurde der Jahresbericht der Twence Holding B.V. verabschiedet. Twence verzeichnete im Jahr 2023 ein positives Nettoergebnis (nach Steuern) von 9,5 Millionen Euro. Davon werden 7 Millionen Euro als Dividende an die Gesellschafter ausgeschüttet. Der Umsatz von 134 Millionen Euro bestand zu mehr als 59 % aus den Einnahmen aus Rohstoffen und Energie.
Ein herausforderndes Jahr
2023 war ein herausforderndes Jahr mit Unsicherheitsfaktoren, die sich direkt auf die Geschäftstätigkeiten ausgewirkt haben. Externe Einflüsse wie die Kriege in der Ukraine und im Gazastreifen sowie politische Aspekte spielten dabei eine wichtige Rolle. Das finanzielle Ergebnis stand unter Druck, da die Energieeinnahmen zurückgingen und Inflation und Knappheit zu einem starken Anstieg der Personal- und Materialkosten führten. Darüber hinaus hatte das Lachgasproblem negative Auswirkungen auf das Ergebnis. Dank Fokus und Flexibilität ging das Jahr mit einem positiven Ergebnis zu Ende.
Vom Abfall zu Rohstoffen und Energie
Twence hat sich zum Ziel gesetzt, aus Abfall, Biomasse und Sonnenenergie so viele Rohstoffe wie möglich zurückzugewinnen und Energie zu produzieren, um hiermit einen wichtigen Beitrag zur Kreislaufwirtschaft und Energiewende zu liefern. Im Jahr 2023 gingen 1,1 Mio. Tonnen (+8 % ggü. 2022) Abfall und Biomasse über die Brückenwaagen in Hengelo und Zenderen. Davon wurden 246.400 Tonnen (+23 % ggü. 2022) in Form von Rohstoffen wie Metallen, Kesselasche, flüssigem CO2, Kompost und Düngemitteln zurückgewonnen. Aus Abfall, Biomasse und Sonne wurden 709 GWh an nachhaltiger Energie in Form von Wärme und Strom für die Beheizung von Häusern und Gebäuden sowie für die nachhaltige Gestaltung von Produktionsprozessen erzeugt. Dies entspricht dem Verbrauch von ca. 172.300 Haushalten.
Gemeinsam für eine nachhaltige Region
Mit zukunftsorientierter Technologie und bahnbrechenden Projekten will Twence gemeinsam mit den Gesellschaftergemeinden die Region noch nachhaltiger machen. So schreitet beispielsweise der Bau der großen CO2-Abscheidungsanlage stetig voran. Dies führt zu einer Reduktion der CO2-Emissionen und zu mehr Nachhaltigkeit in der Kette. Der Bau des Solarparks Elhorst-Vloedbelt in Zenderen hat ebenfalls begonnen. Mit 24.000 Solarmodulen können bald rund 3.800 Haushalte mit Strom versorgt werden.
Marc Kapteijn, Geschäftsführer: „Wir konnten das Jahr 2023 letztendlich mit einem guten Ergebnis abschließen. Auch im Jahr 2024 warten zahlreiche Herausforderungen auf uns. Unser Kurs für die kommenden Jahre bleibt unverändert: Gemeinsam setzen wir uns für eine nachhaltige Region ein. Dabei wollen wir die Zusammenarbeit in der Euroregion ausbauen, damit wir regional noch mehr Abfälle in erneuerbare Energie und Rohstoffe umwandeln können.“
Weitere Informationen zum Jahresbericht finden Sie auf der Website.