Zusammenarbeit bei einer groß angelegten CO₂-Abscheidung

Die Fertigstellung des CCU-Projekts rückt immer näher. In diesem Monat haben wir mit der schrittweisen Inbetriebnahme der CO₂-Abscheidungsanlage begonnen. Voraussichtlich können wir gegen Ende des Jahres das erste CO₂ liefern. Wie sehen die beiden Hauptakteure, Twence und der norwegische Anbieter Aker Carbon Capture, die Zusammenarbeit?

Pim en Ronald 2

„Alle, mit denen wir sprechen, stimmen dem zu. Die Realisierung dieser groß angelegten CO₂-Trennanlage ist ein beeindruckendes Projekt", beginnt Ronald de Vries, Projektleiter bei Twence. Beeindruckend aufgrund der Projektdauer - die ersten Planungen stammen aus dem Jahr 2017 -, der enormen Investitionen und Fördermittel, die wir erhalten haben, der innovativen Technologie und der Bauverfahren sowie der unzähligen Unternehmen und Hunderten von Menschen, die gemeinsam daran arbeiten.

Detaillierte Vorbereitungen
Ronald ist seit der ersten Durchführbarkeitsstudie dabei. Zunächst als Projektmanager und jetzt als Mitglied der Lenkungsgruppe. Regional Sales Director Pim van Keep von Aker Carbon Capture arbeitet seit einem Jahr mit. „Ich kümmere mich um die praktischen Dinge, sodass die norwegischen Kollegen im Bauteam sich auf das Projekt konzentrieren können", erklärt Pim. Außerdem fungiert er als Ansprechpartner für die Lenkungsgruppe von Twence. „Wir haben viel Zeit in die Vorbereitung gesteckt. Alles bis ins Detail durchgerechnet. Und noch einmal. Und manchmal noch einmal", erzählt Pim. „Wir möchten gut und sicher arbeiten", ergänzt Ronald. „Außerdem muss man sich ständig gegenseitig auf dem Laufenden halten und überprüfen, ob man nichts übersehen hat. Das bedeutet auch, dass wir selbst an Samstagen arbeiten müssen, um alle Arbeitsgenehmigungen abzuwickeln.

Arbeiten mit Vertrauen
Diese gute Vorbereitung wird auch auf der Baustelle sichtbar. Zum Beispiel bei der Platzierung der Säulen. Pim: „Das war eines der Kunststücke. Als die an ihrem Platz standen, war das Team sehr erleichtert." Wie gut man auch plant, Überraschungen lauern überall. „Denken Sie beispielsweise an einen Balken, der bei der Verkabelung im Weg ist", sagt Pim. „Dann muss man nicht nur nach der möglichen Ursache suchen, sondern das Problem auch miteinander lösen. Dank dieser Einstellung funktioniert unsere Zusammenarbeit gut. Auch mit allen anderen beteiligten Unternehmen. Wir setzen uns alle für das gemeinsame Ziel ein."

Gemeinsam auf dem Weg zur Nachhaltigkeit
Auch wenn die Anlage fertig ist, endet die Zusammenarbeit nicht. Aker hilft Twence bei der Prozessoptimierung. „Und wir untersuchen gemeinsam, ob die Kohlenstoffabscheidung auch bei den beiden anderen Anlagen, dem Müllheizkraftwerk und dem Biomassekraftwerk, möglich ist", sagt Ronald. „Denn wenn wir ab 2030 unsere Produkte - wie Elektrizität, aber beispielsweise auch die Wärme -in nachhaltiger Form verkaufen wollen, müssen wir uns jetzt ranhalten."