Abfall als Grundlage für eine nachhaltige Gewächshauskultur? Wie ist das möglich?

Die Gewächshauskultur kann ab Ende des Jahres 2023 mit zusätzlichem flüssigen CO2 rechnen. Diese nachhaltige Alternative zu Erdgas stammt aus unserer - sich im Bau befindlichen CO2-Abscheidungsanlage in Hengelo. Die Anlage reduziert die CO2-Emissionen, die bei der Energiegewinnung aus Restmüll entstehen. Das abgefangene CO2 wird u. a. der Gewächshauskultur in flüssiger Form zur Verfügung gestellt.

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Twence erzeugt Energie vor allem aus nicht-wiederverwendbaren Rest- und Betriebsabfällen und ist in der Provinz Overijssel der größte Produzent nachhaltiger Energie. Jährlich produzieren wir etwa 530 GWh Wärme und 500 GWh Elektrizität. Mit dieser Menge können 30.000 Haushalte ein Jahr lang mit Wärme und 176.500 Haushalte ein Jahr lang mit Strom versorgt werden. Was früher als Abfall galt, ist heute eine Energiequelle. Das bei der Energiegewinnung freigesetzte CO2 wird in Zukunft von Twence aufgefangen. Hierdurch wird nachhaltige Energie noch nachhaltiger.

Warum braucht man in der Gewächshauskultur CO2?
Das aufgefangene CO2 wird in flüssiges CO2 umgewandelt, um z. B. Pflanzen in Gewächshäusern besser wachsen zu lassen. Aber wie funktioniert das? „CO2 ist für das Pflanzenwachstum unverzichtbar. Momentan kommt dieses hauptsächlich aus Erdgas. Das flüssige CO2 von Twence ist eine gute Alternative zu Erdgas. Eine Tonne extern zugeführtes CO2 resultiert in einer effektiven Reduzierung der Ausstöße von Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen (KWK) und Gaskesseln um ca. 0,95 Tonnen CO2. Twence kann daher einen wichtigen Beitrag zu einer nachhaltigeren Gewächshauskultur leisten", so Dennis Medema, Themenspezialist Energie Glastuinbouw Nederland.

CO2-Emissionen in der Gewächshauskultur müssen reduziert werden. Doch um wie viel?
Eine klimaneutrale Gewächshausindustrie bis 2040. Das ist das ehrgeizige Ziel, auf das sich Regierungen und Industrieverbände im Rahmen des Klimaabkommens 2019 geeinigt haben. Henk Staghouwer (LNV) nennt einen maximalen Ausstoß von 4,3 bis 4,8 Mio. Tonnen CO₂-Äquivalenten als vorläufigen Zwischenschritt für 2030. Im Jahr 2021 betrugen die nationalen Emissionen aus dem Treibhausgartenbau 6,5 Mio. Tonnen CO₂-Äquivalente. Auf nationaler Ebene ist daher bis 2030 eine Reduzierung um 26 bis 34 % gegenüber 2021 erforderlich.

Ende 2023 erste Lieferung
Im ersten Quartal von 2022 haben wir mit dem Bau der Anlage begonnen, die jährlich bis zu 100.000 Tonnen CO2 auffangen und wiederverwenden kann. Das erste flüssige CO2 wird voraussichtlich Ende dieses Jahres in die Gewächshäuser geliefert. Unsere Abfälle werden also wiederverwendet, um Pflanzen zu züchten und so Kreisläufe zu schließen. Ein gelungener Beitrag zur Kreislaufwirtschaft.

Gemeinsam, Twence & die Gewächshauskultur
Wir haben es uns zum Ziel gemacht, die Region gemeinsam nachhaltiger zu gestalten. Denn wir glauben, dass wir nur dann wirklich etwas bewegen können, wenn wir es gemeinsam tun, Twence & die Gewächshauskultur. Unsere Abfälle sind also die Grundlage für eine nachhaltige Gewächshauskultur. So schaffen wir Kreisläufe. Ein schöner nachhaltiger Gedanke. Indem wir unsere CO2-Emission reduzieren, leisten wir auch einen wesentlichen Beitrag zu den regionalen Nachhaltigkeitszielen von Twence und unseren Aktionären.

Twence. Gemeinsam für eine nachhaltige Region.